Felicias Geburt

Von Susan Levinson

Meine Kinder sind ein großer Teil meines Lebens, dennoch ein seperater. Ich sah sie jeden Tag für zwanzig Jahre (zwei Jahrzehnte). Nun sind sie seit einigen Jahren auf sich selbst angewiesen. Ich bin stolz auf ihre Unabhängigkeit aber trotzdem erfreut, wenn sie mich um Rat fragen. Ich denke, ich haben ihnen nicht zu sehr im Weg gestanden. Ich erfüllte ein Hauptziel des Elternseins: Wir mögen uns.

Als Ralph und ich 1972 in Tennessee ankamen, hatten wir gerade erst in West Virginia geheiratet. Davor lebten wir schon 2 1/2 Jahre zusammen. Meine Vorerfahrung mit Kindern war das Babysitten schlafender Kinder. Ich sah den Job als gute Chance etwas Zeit am Telefon zu verbringen. Aber irgendwie als ich zur Farm kam und die ganzen Familien sah, wollte ich das auch haben. Schnell wurde ich schwanger. Alles schien ohne viel Anstrengung zu passieren und mir war glücklicherweise nicht bewußt, was genau noch die nächsten 9 , oder viel wichtiger, nächsten Jahrzehnte mit sich bringen würden. Meine Schwangerschaft war einfach und erfreulich. Ich glaube, ich dachte nicht einmal daran, daß es anders sein könnte. Ich hatte nur wenige Ansprüche an mein Leben und konnte mich gut an alle Änderungen anpassen.

Bis zu den Wehen. Da dachte ich-wie auch immer.ich nimm’s zurück. Ich habe meine Meinung geändert. Laß mich was anderes machen! Ich hatte viel Zeit um mich an diese Idee zu gewöhnen, da die Wehen ganze zwei Tage lang andauerten. Während dieser ganzen Zeit fühlte ich mich eher als eine Zuschauerin, als eine Mitwirkende. Ich wußte man würde viel von mir erwarten-aber noch nicht jetzt. Die Hebammen waren sehr aufmerksam und selbstsicher. Die Dinge zogen sich hin, aber ich war nicht in Eile. (Keine Panik bevor Du nicht mußt). Vier andere Geburten spielten sich zur gleichen Zeit ab. Ich konnte warten, also tat ich es.

Aber die Dinge schienen nicht weiterzugehen, sie schienen stehenzubleiben. Ina May kam immer vorbei und entschied letztendlich meine Fructblase zu öffnen. Das brachte die Dinge wirklich in Gang, und es wurde schwerer. Da gab es eine Art Formel für Wehen, die ich wirklich nicht gut verfolgte.
“Zieh dich aus”-vor den ganzen Leuten? “Kläre die Dinge zwischen Dir und Deinem Mann-jetzt? Ich habe zu tun. Unterbewußtsein, das manches zurückhält-nein. Meine vollständige Muttermundsweite verursachte Ina May, die nach der Untersuchung klarstellte, ich nicht voll eröffne, müßten wir zum Krankenhaus und alles dort beenden. Nun voll dabei, rieben mich die Hebammen mit Öl ein. Ich dachte, ich hätte gewußt, was das Wort drücken bedeutet, aber ich machte erst alles ganz falsch. Doch endlich machte ich es richtig und Felicia kam und war schnell geboren. Wir brauchten Tage, um einen Namen zu finden. Sie was so neuartig, daß es schwer schien etwas langwieriges und unwechselbares als Name zu finden.

Ich war wirklich stolz auf mich, wie ich entbunden hatte und sehe die Geburten meiner Kinder als größtes Ereignis meines Lebens. Ich leidete nie an gesundheitlichen Schäden von der natürlichen Geburt, und ich bin immer der Farm dankbar gewesen, daß sie mir zeigten, wie es ist Kinder aufzuziehen und eigenes Selbstbewußtsein zu entwickeln.

In seltenen Fällen (ein- oder zweimal von 100 Geburten) müssen wir Hebammen ein Neugeborenes für weitere Versorgung in’s Krankenhaus bringen. Der Sohn Jake von Lorrell und Tomm Friend war ein Farm -Baby, das bald nach der Geburt eine Fahrt in’s Krankenhaus hatte. Lorrell und Tomm ziehen Pferde auf und machen Rennen. Zwischen den Geburten arbeitet sie manchmal als Jockey.