Lily Rose Hearts Geburt
Erst nach sechs Jahren bekam ich wieder ein Kind. Ich wußte definitiv, daß ich eine Hausgeburt mit einer Hebamme machen wollte, aber ich wußte nicht, wie ich das anstellen sollte. Eine Freundin vn mir erzählte mir von der Farm und deren Unterstützung für Frauen die keine Abtreibung wollten, aber auch keine Unterstützung haben. Ich wußte, daß ich mein Kind haben wollte. Der Vater war nicht für mich da, aber ich wollte zumindest mein Kind an einem Ort zu bekommen, wo einem die natürlich Geburt ermutigt wird.
Ich kam 4 Monate vor der Geburt des Kindes zur Farm, wo ich dann in einem älteren Armeezelt wohnte mit Holzrahmen-eine Art von Kombination zwischen Haus und Zelt.
Ich wurde in das Leben in den Tennessewäldern integriert, sowie mit vielen anderen werdenden Eltern und großen Familien. Wir waren eine Gemeinschaft von etwa 400 Leuten, als ich 1973 ankam. Auf irgendeine Art und Weise war ich immer in die Arbeit der Gemeinschaft integriert sowie meine fünfjährige Tochter in der Kindergruppe, wo sie sich um die Pferde kümmerte wenn ich arbeitete. Zusammen mit ungefähr fünf anderen Müttern habe ich auf eine Gruppe von Kindern aufgepaßt, wenn ich nicht gerade woanders arbeitete. Als der Geburtstermin nah war, war ich schon mit den Frauen vertraut, die meine Hebammen sein sollten.
Ich fühlte mich gut und gesund mit der ausschließlich vegetarischen Ernährung auf der Farm.
Meine Tochter, mein ungeborenes Baby und ich blühten richtig auf.
Als meine Fruchtblase aufging, rief ich Leslie an-eine der Hebammen in Bereitschaft-um sie wissen zu lassen, daß nun meine Wehen bald beginnen würden. Sie kam schnell vorbei um meine Muttermundsweite zu untersuchen. Alles war so entspannt und liebevoll. Meine Tochter kam für eine Weile immer wieder mal zu uns in's Zimmer, aber sie hatte eine Frau, die nach ihr schaute während ich unter den Wehen war.
Die Geburtswellen waren stark und regelmäßig. Ich war von fünf wundervollen Frauen umgeben, die selbst alle Hausgeburten hatten und wußten, wie ich empfand.
Sie ermutigten, massierten, spaßten mit mir und küssten mich. Ich fühlte mich als sehr geschätzte Person, die Geburt gibt eines geschätzten Kindes gab.
Als mein Muttermund vollständig geöffnet war, keuchte ich und dachte ich könne nicht weitermachen. Zu diesem Zeitpunkt sagte die Frau hinter mir: "Das ist genau was Du brauchst!" und gab mir einen Kuß. Das brachte mich zum Lachen. Dann begann ich zu drücken, was für mich ein großartiges Gefühl war. Es fühlte sich so gut an!
Ich stöhnte-fast wie eine Kuh klingend. Es wurde dunkel und kalt, so zündeten wir die Kerosinlampe an und machten ein Feuer im Holzofen.
Die Geburtsextase war so wundervoll. Meine Tochter gleitet heraus, ein großes und anmutigendes Baby. Sie wog 9 lbs. 10 oz ohne daß eine Träne vergoßen hatte. Wir lachten zusammen. So ein großes Gefühl der Begeisterung! Die Hebamme legten Lily auf meine Brust, und wir bewunderten und himmelten sie alle an. Ich dankte den Hebammen, und die Hebammen dankten mir, daß ich so selbständig während der Geburt war.
Mein Baby und ich hatten ein ganz natürliches Bonding. Sie trank gut an der Brust und es war unkompliziert, ich fühlte mich stark und kraftvoll. Ich dachte, wenn ich das geschafft habe, kann ich alles andere auch schaffen.
Diese Gemeinschaft schwer arbeitender, aufrichtiger Leute, zeigte mir, wie ich wirklich ich selbst sein konnte. Ich entschied mich dort zubleiben und mit ihnen zu leben und sie als meine Sippe und Familie zu haben.