Birth Stories

Otis Franciscos Geburt

Der Sommer, als der Vulkan St. Helens ausbrach, war einer der heißesten Sommer an den ich mich erinnere. Ich begann zu spüren, daß mein Baby bald geboren werden wollte. Regelmäßige Wehen begannen um 5 Uhr morgens. Die Sonne ging gerade auf, doch die Hitze war schon groß. Die Nacht davor hatte ich im Erdgeschoß geschlafen, da es so warm war und ich mich rastlos fühlte.

Ich stand auf und bereitete mich auf eine lange und heiße Geburt vor. Wenige Stunden später war der Rest des Hauses auf und ich erzählte allen, daß ich bald das Baby haben werde.

Die Hebammen kamen herbei und untersuchten daß mein Muttermund schon 5 cm geöffnet war. Meine Fruchtblase öffnet sich nicht, wie bei den anderen zwei Geburten. So empfahlen mir die Hebammen mit meinem Mann einen Spaziergang durch den Wald zu machen, daß die Schwerkraft hilft den Muttermund weiter zu öffnen. Wir liefen für ungefähr ein oder zwei Stunden, und ich fühlte mich in einem zeitlosen Raum in dessen jeder Klang, Duft, Farbe erhellt und verstärkt war. Ich konnte fühlen, wie mein Baby mich öffnete, und wenn die Intensität der Geburtswellen intensiver wurden, lehnte ich mich einfach an einen Baum.

Die Wellen wurden intensiver und häufiger. Ich entschied mich zurückzugehen und in's Bett zu gehen. Als wir zurückkamen hatte ich fast 8 cm eröffnet, aber die Fruchtblase war immer noch intakt. Für eine Weile lief ich neben meinem Bett hin und her. Als meine Fruchtblase bei fast vollständigem Muttermund brach, flossen unglaubliche Massen von Fruchtwasser aus mir hinaus.

Da fühlte ich auch den Kopf des Babies, wie er direkt auf meinen Muttermund drückte und ich hatte das Bedürfnis zu drücken. Es fühlte sich so gut an zu drücken. Der Kopf des Babies stieg und wurde geboren.

Ina May sagte mir ich solle aufhören zu drücken und löste die Nabelschnur, die dreimal um der Hals des Babys gewickelt war. Bloop! Bloop! Bloop! Und heraus kam sein restlicher Körper, ganz dunkellila, fast schwarz aussehend.

Es war erstaunlich. Otis hatte die längste Nabelschur, die die Hebammen jemals gesehen hatten. Sie war ca. 1.5 meter lang und hatte einen Knoten. Otis war so glücklich geboren zu sein. Die Hebammen legten ihn sofort auf meine Brust. Er war hungrig geboren und wog fast 5 kilo.


Home | Articles | Books | Book Reviews
Safe Motherhood Quilt Project | Farm Midwifery Center
Statistics | Upcoming Events | Biography
Gaskin Maneuver | Midwifery Links


It's not just the making of babies, but the making of mothers that midwives see as the miracle of birth.

-- Barbara Katz Rothman, Sociologist, Author of The Tentative Pregnancy, Genetic Maps and Human Imaginations and other books.



The Misoprostol/Cytotec Controversy

Zehn weitere Geburtsgeschichten aus der Originalausgabe von Ina Mays neuem Buch (Die selbstbestimmte Geburt), die nicht in der deutschen Ausgabe enthalten sind.