Birth Stories

Sara Jeans Geschichte

Ich war drei Tage vor meinem Entbindgungstermin und fühlte mich ungeduldig. Gerrie Sue, eine Farm-Hebamme und außerdem enge Freundin der Familie, war einverstanden bei meiner Geburt dabeizusein und mich zu unterstützen. Sie sagte mir, daß es wichtig wäre dieses Kind lieber etwas früher zu bekommen, als zu spät. Weil ich so klein bin, wollte sie nicht, daß ich so ein großes Baby bekomme. Ich probierte alle möglichen Methoden die Wehen anzuregen. Jeden Tag wanderte ich in den Hügeln, fragte meinen Ehemann Richard mit mir zu schlafen und am meinen Nippeln zu saugen. Ich massierte sogar die Akupressurpunkte am Fuß. Angst sollte mein Baby nicht vom Kommen abhalten, so versuchte ich nicht zu viel über die Geburt nachzudenken. Ich dachte mir, warum soll ich darüber nachdenken wie ich von der Klippe springe, sondern mach es einfach!?

Aktiv zu bleiben war sehr wichtig für mich und schien zu helfen. Am Tag bevor Luca geboren wurde ging ich mit Freunden in den Hügeln wandern. Die ganze Zeit lief ich vor ihnen, weil ich dachte wenn ich mich kraftvoll und schnell bewege wird das Baby vielleicht aus seiner kleinen und friedvollen Welt wachgerüttelt und möchte herauskommen.

Als wir nach Hause kamen war meine Schwester oben im Haus meiner Mutter und weinte über eine persönliche Angelegenheit. Ich ging um sie zu trösten, aber es fühlte sich so an, daß ich die Geburt meines Babies mit allem was ich benötigte um es herauszubekommen, damit aufschoß. Ich wußte, daß mein Baby jederzeit ankommen könnte, aber ich mußte dringend mit meiner Schwester reden. Ich fühlte ihren Schmerz, als wäre es mein eigener.

Während meiner ganzen Schwangerschaft schienen die ganzen Emotionen und Vibes denen ich ausgesetzt war direkt zu meinem Baby zu gehen. Diese Nacht blieb ich bis ungefähr 2:00 Uhr auf und redete mit meiner Schwester. Die ganze Zeit fühlte ich Sorge um mein Baby.

Als ich endlich einschlief träumte ich, ich hätte Periodenkrämpfe. Am Morgen weckten mich die Krämpfe. Ich rief meine Mutter an, die mir sagte Gerrie Sue anzurufen. Ich wollte sie nicht aufwecken, so wartete ich für ca. 45 min. während Richard und ich meine Krämpfe genauer beobachteten. Ich sagte ihr dann, daß meine Krämpfe anhielten, stärker und häufiger wurden.

Sie meinte, daß ich unter der Geburt bin und ich meine Hebamme anrufen solle. Meine Hebamme meinte ich solle meinen Tagesablauf normal weiterführen und vielleicht einen Spaziergang machen. Sie sagte ich werde das Kind eventuell in einem Tag bis zu einer Woche haben. Als ich Gerrie Sue erzählte, was meine Hebamme mir gesagt hatte, sagt sie: "Ich blaube wirklich, daß Du heute das Baby haben wirst, also ich werde bald da sein." Außerdem verdeutlichte sie, es scheint, daß die "Farm-Frauen" schnell unter die Geburt kommen.

Während ich duschte kam mein Schleimpfropf aus der Scheide. Richard war am Computer und verfolgte meine Wehen, ich stöhnte sie heraus zu ihm.

Meine Mutter kam mit Freunden und Familie zu meiner Wohnung. Sobald sie mir in die Augen schaute, wußte sie, daß ich ernsthafte Wehen habe, wegen den Tränen und dem intensiven Ausdruck in meinem Gesicht. Sobald Gerrie Sue ankam untersuchte sie mich. Mein Befund war gut genug, daß sie sagte: "Wir müssen sie sofort in's Krankenhaus bringen und ihre Hebamme anrufen."

Alle machten sich bereit, sammelten alles beisammen und luden alles in's Auto. Richard und ich fuhren in Gerrie Sues Auto, wo ich auf einer Plastiktüte saß, falls meine Fruchtblase aufgeht. Die Fahrt in's Krankenhaus war aufregend. Mein Herz klopfte schnell, und ich dachte daran, wie wir in wenigen Stunden ein total anderes Leben mit unserem kleinen Baby haben werden. Ich hatte sehr starke Kontraktionen, die durch die Autofahrt noch verstärkt wurden.

Um 0 Uhr herum kamen wir im Krankenhaus an. Ich unterzeichnete einige Papiere und ging geradewegs zum Kreißsaal. Ein venöser Zugang wurde mir am Handgelenk gelegt, und ich sollte ein Krankenhaushemd tragen. Noch mehr Informationen wurden erfragt. Ich konnte kaum noch mehr Fragen vertragen und den Schriftkram.

Gerrie Sue zeigte mir die langen, tiefen Laute während meinen Kontraktionen, um entspannt zu bleiben. Das half wirklich. Sie empfahl mir außerdem warm duschen zu gehen, um meine Muskeln zu entspannen. Ich blieb mindestens zwei Stunden in der Dusche währendessen Richard meinen Rücken massierte; es fühlte sich so gut an. Als ich herauskam erbrach ich, was aussah wie literweise Saft. (Meine Hebamme hatte mir empfohlen Säfte zu trinken für die Energie, die für Wehen benötigt wird. Mir war ganz und gar nicht nach Essen zumute, aber mit leicht niedrigen Blutzucker benötigte ich wirklich etwas Nahrung.) Mir wurde gesagt, daß Erbrechen ein Zeichen dafür war, daß das Baby nun bald kommt und das baldige Drücken.

Ich legte mich aus das Kreißbett, so daß meine Hebamme mich untersuchen konnte: 6 cm, mehr als die Hälfte geöffnet. Später eröffnete sie meine Fruchtblase und ich wehte etwas mehr und mir wurde gesagt, daß ich mit dem Drücken beginnen könne. Später hatte ich ein wirklich Starkes Bedürftnis zu drücken, was sich wie der größte Stuhlgang anfühlte, den ich jemals gehabt hatte. Zurückblickend denke ich, daß ich erst zu diesem Zeitpunkt mit dem Drücken hätte beginnen nicht sollen, als zu früh, um meine limitierte Energie nicht zu verschwenden. Ich drückte und drückte immer wieder für bestimmt 45 min. ohne jegliche Fortschritte. Ich nahm alle möglichen Positionen ein, inklusive Hocke am Boden, hängen am Seil und Stehen am Bett, aber ohne Fortschritt. Ich wurde wirklich müde, durstig und heiß, so bekam ich etwas Eis zum Lutschen und einen kalten Lappen für meinen Kopf. Ich dachte, die Dinge könnten sich noch ewig so hinziehen.

Ich drückte für nochmals 20 min. oder so. Die Krankenschwester legte mit ein CTG an. Wir hörten den kindlichen Herzton langsamer und langsamer werden mit jedem Mal wenn ich drückte. Mein Herz rutschte mir in die Hose. Meine Hebamme meinte zu mir, daß seine Nabelschnur beim Weg durch meinen schmalen Geburtskanal wahrscheinlich komprimiert wird. Ich wußte dem Ernst der Lage und wenn ich die Panik bekommen würde, würde ich nötige Energien verschwenden und die Situation verschlimmern. Dann realisierte ich, daß ich nicht allein mein Baby herausdrücken könnte, und daß meine Energie mich verließ. Alles was ich ansteuerte war Durchhaltevermögen und das Leben meines Babys. Ich fragte, ob es irgendeine Möglichkeit gibt einen Energieschub zu bekommen, und die Krankenschwester gab mir eine Zuckerlösung durch den venösen Zugang. Meine Hebamme rief rasch einen Doktor herbei. Das Babyköpfchen war sichtbar, aber ich hatte nicht das oomph um es allein herauszudrücken.

Der Doktor kam und schloß sofort Oxytocin an. Er verlangte Aktion von fast jedermann im Raum und sagte mir absolut alles so zu machen, wie er es mir vorgab. Natürlich, ich war mehr als nur einverstanden. Die Energie war intensiv und hektisch. Meine Mutter weinte in der Ecke, und schnell füllte sich sehr Raum mit mehr Krankenhausleuten.

Richard saß zur Stütze hinter mir, und ich lehnte mich an ihn mit meinen angezogen, gespreitzten Beinen und zog meine Knie zu mir.

Ein sehr heißes und grelles Licht strahlte mich an. Der Doktor versuchte das Baby mit einer Saugglocke herauszuziehen, die wie ein Toilettenstöpsel aussah. Ich drückte so stark wie es ging-er zog wie er nur konnte, aber das Baby rührte sich nicht. Seine Herzton war beängstigend langsam-es schien, als wäre da nur ein langsamer Herzschlag alle wenigen Sekunden. Panik war in der Luft. Ich dachte, daß ich dieses Gefühl das Leben meines Babys wegen abblocken müßte, so konzentrierte ich mich ruhig, positiv und fokusiert zu bleiben. Ich dachte mir jeden anderen im Raum weg und hörte nur, was der Doktor mir sagte, was ich zu tun hatte.

Er entschied, daß eine Episiotomie die Geburt beschleunigen würde. Sie gaben mir eine lokale Betäubung und schnitten so schnell, daß nicht einmal merkte, daß es geschehen war. Der Doktor wollte, daß ich das letzte Mal noch einmal mit aller Kraft stark mitdrücke. So drückte ich nocheinmal so stark, daß ich dachte, meine Augen würden mir ausfallen und mein Gesicht explodieren. Aaghh, endlich kam das Baby heraus!

Es war 17:14 Uhr. Der Doktor praktischerweise warf das Baby zu der Krankerschwester und sagte: "Er ist dein Baby," und arbeitete dann schnell weiter an mir. Ich mußte noch einmal für die Plazentageburt mitdrücken. Die ganze Geburt von der ersten Wehe an hatte ungefähr 8 Stunden gedauert.

Die Vitalzeichen vom Baby wurden kontrolliert und waren alle in Ordnung. Er wog fast 4 Kilo! Kein Wunder, daß es so schwer war ihn zu bekommen. Ich badete und kämmte meine Haare. Ich wünschte, ich hätte sofort nach der Geburt sehen können, wie mein Baby aussieht-bevor er gesäubert wurde.

Nachdem die Plazenta geboren war, sagte mir der Doktor nichts mehr nahe oder unterhalb meines Bauches anzufassen, während er vorsichtig die vielen, tiefen Muskelschichten und Haut zusammennähte. Das dauerte ungefähr eine Stunde. Ich schaute herüber zu meinem Baby, das nahebei auf einem Tisch lag, aber ich konnte ihn kaum sehen, weil meine Augen vom Drücken so sehr geschwollen waren und flimmerten. So fragte ich Richard nach ihm zu schauen und mir zu sagen, wie er aussieht. Er war absolut perfekt, gesund und wunderschön selbst durch flimmernde Augen.

Er hatte platin-blonde Locken an seinem ganzen Kopf mit pink-orangener Hautfarbe. Ich verliebte mich sofort in ihn. Er schien mir so vertraut. Ich konnte nicht abwarten ihn zu berühren, aber ich fühlte mich wie von einem LKW angefahren, in einer nebligen Nacht und kaum noch am Leben. Ich war außerdem am Untersuchungstisch angebunden während ich genäht wurde. Meine Mutter began einige der wartenden Freunde mitzunehmen, um unser Baby anzuschauen. Ich wollte, daß niemand hereinkam, denn ich war überwältigt, meine Beine lagen noch gespreizt und ich sah sicherlich höllisch aus. Ich konnte nicht abwarten bis die medizinische Prozedur zu Ende war, so daß ich Zeit mit meiner Familie verbringen könnte, aber es ging noch weiter. Nachdem ich genäht war, konnte ich unser süßes, kleines Baby halten und ihn stillen. Er ging sofort an Brust. Es fühlte sich als so ein natürlicher Weg an, ihn zu lieben und ernähren.

Später versuchte ich zu urnieren, aber es ging nicht, mein Inneres war geschockt, und ich war gefüllt mit Saft, also hatten sie mich zu katheterisieren. Man gab mir einige starke Schmerzmittel und ich wurde in ein anderes Zimmer gebracht, wo wir zusammen mit unserem Baby schlafen konnten. Ich dachte, ich könnte jetzt endlich etwas Zeit mit unserem Baby verbringen, aber seine Körpertemperatur war ein wenig zu niedrig, so nahm man mir ihn weg, um ihn für ca. 1 Stunde unter eine Wärmelampe zu legen. Richard ging mit um zu sehen, daß er in guten Händen war, was er auch war. Als er wieder zu mir zurückgebracht wurde, stillte ich ihn nochmals und erzählte ihm, wie stolz ich auf seinen Mut und Stärke unter der Geburt war. Ich ließ ihn wissen, daß ich so glücklich war, daß er diesen Weg überstanden hatte.

Diese Nacht, in unserem Zimmer realisierte ich, welch ein wunderbares Geschenk unser Neugeborenes war, aber ich fühlte auch Traurigkeit und etwas Verlohrenes im Innern. Ich wußte, daß dies der Beginn seines neuen Lebens war und das Ende meiner Selbstsucht sowie des Teils in mir, der selbst noch ein Kind sein wollte. Trotzdem war dies der glücklichste und spirituellste Tag meines Lebens. Ich war so dankbar Luca zu haben.


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It's not just the making of babies, but the making of mothers that midwives see as the miracle of birth.

-- Barbara Katz Rothman, Sociologist, Author of The Tentative Pregnancy, Genetic Maps and Human Imaginations and other books.



The Misoprostol/Cytotec Controversy

Zehn weitere Geburtsgeschichten aus der Originalausgabe von Ina Mays neuem Buch (Die selbstbestimmte Geburt), die nicht in der deutschen Ausgabe enthalten sind.